Hitzewelle 2018 Bauern hoffen auf Regen

04.08.2018 18:00

Bayerischer Bauernverband zeigt sich besorgt

Der Bayerische Bauernverband hat vor dem Hintergrund der Hitzewelle 2018 auf Probleme in der Land- und Forstwirtschaft hingewiesen. Felder und Wälder bräuchten dringend Wasser, also Regen.

Die Hitzewelle macht nicht nur vielen Menschen Probleme, sondern auch den Pflanzen in der Region, so der BBV. „Alle Kulturen, die noch auf den Feldern stehen, leiden unter Hitzestress“, sagt Anton Huber, Getreidereferent beim Bayerischen Bauernverband. „Dass die Pflanzen dringend Wasser brauchen, kann man mit bloßem Auge erkennen.“

Die Folgen seien bereits jetzt spürbar. Mais habe in besonders trockenen Regionen noch nicht einmal Kolben ausgebildet. Das ist verheerend für Tierhalter, die auf Mais als Futtermittel angewiesen sind. Gerade in den Kolben steckt die Energie – jetzt ernten wir nur noch Light-Futter“, sagt Huber.

Dies bewirkt direkte Veränderungen im Kaufverhalten der Landwirte. So würde heuer die Futterbörse des Bayerischen Bauernverbandes stärker genutzt als in anderen Jahren – sowohl beim Verkauf als auch beim Einkauf. Nicht ganz so schlimm sieht es beim Getreide aus: Beim Getreide sind wir gerade noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen“, betont Huber. Die Erträge beim Weizen liegen rund 15 Prozent unter Vorjahresniveau.

Tiere Schatten geben mit Tierhütte, Unterstand oder Beschattungsnetz

Auch der Wald leide unter Hitzestress. Genauso wie einige Tiere. Besonders für Weidetiere kann die Hitzephase kritisch sein, wenn keine Beschattung oder kein Rückzugsort wie eine Tierhütte oder ein Unterstand für Rinder, Kälber und Co. vorhanden sind. Eine ebenfalls sinnvolle Lösung sind sogenannte Beschattungsnetze, die den Tieren kühlen Schatten bieten, und das mobil.