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Schafe und Schafbeweidung sind wichtig für Kulturlandschaft

01.07.2018 11:36

BaWü: Unterstützung für Schäferinnen und Schäfer massiv ausgebaut

Schafhaltung und Wanderschäferei haben eine lange Tradition im Bundesland Baden-Württemberg. Sie haben die Landschaft im „Ländle“ mit geprägt und sollen auch in Zukunft bedeutsam sein für die Erhaltung der Kulturlandschaft und naturschutzfachlich hochwertiger Lebensräume. In Münsingen auf der Schwäbischen Alb äußerte sich der Minister für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, Alexander Bonde, über Schäferei, Schafe, Kulturlandschaft und den Wolf.

„Die Schafbeweidung ist unverzichtbar für die Erhaltung wertvoller Lebensräume in unserer Kulturlandschaft. Mit dem von Grün-Rot aufgelegten neuen Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT) und der Landschaftspflegerichtlinie (LPR) unterstützten wir die Schäferinnen und Schäfer im Land mit mehr Geld und neuen Fördermaßnahmen“, sagte Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, bei seinem Besuch der Schäferei Stotz im Biosphärengebiet Schwäbische Alb in Münsingen.

Schafe erhalten Kulturlandschaften

Bonde wies darauf hin, dass das Förderprogramm FAKT (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl ) viele Bausteine enthalte, die für Schäfereibetriebe im Bundesland von hohem Interesse seien – wie die Förderung von extensiven Weideflächen, die Bewirtschaftung von artenreichem Grünland oder die Pflege geschützter Biotope. Außerdem sei eine Beweidung des Aufwuchses von Begrünungsflächen im Ackerbau durch die Wanderschäferei zugelassen, erklärte Minister Bonde weiter. „Die Grünlandmaßnahmen in FAKT werden sehr gut angenommen. 2015 wurden bei den Grünlandprogrammen bereits Fördermittel für fast 120.000 Hektar beantragt“, so Minister Bonde.

20 Millionen Euro für Landwirte

Er betonte, dass die baden-württembergische Landesregierung die Grünlandförderung deutlich aufgestockt habe. „Wir werden jährlich 20 Millionen Euro mehr an Landwirtinnen und Landwirte vergeben, die Wiesen und Weiden erhalten. Viele Grünlandflächen sind steil, flachgründig, nass, trocken oder uneben. Ihre Bewirtschaftung ist für die Familienbetriebe aufwändig und kaum rentabel. Ohne spezielle Förderung würden diese Flächen aufgegeben. Hier setzen unsere neuen Förderprogramme an. Grünland zu erhalten ist von großer Bedeutung - für die Landwirtschaft, für den Klima- und Naturschutz und für den Tourismus in Baden-Württemberg, so Minister Bonde.

Grünland für Rinder, Schafe & Ziegen

Auch die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) stelle eine breite Förderpalette an Maßnahmen zur Offenhaltung der Landschaft und für die Erhaltung von Grünlandbiotopen wie Wacholderheiden oder Feuchtwiesen zur Verfügung. „Das Land hat diese Fördermaßnahmen für die Förderperiode 2014 bis 2020 gegenüber der letzten Förderperiode um nahezu zwei Drittel auf rund 49 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt. Damit kann artenreiches Grünland zum Beispiel durch gezielte Beweidung mit Rindern, Schafen und Ziegen schonend bewirtschaftet werden“, erklärte der Minister.

Wolf im Blickpunkt

„Die Rückkehr des Wolfs ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft, die nicht zu Lasten von Nutztierhaltenden gehen darf“, so Bonde vor dem Hintergrund des im Juni bei Lahr tot aufgefundenen Wolfes. „Mit verschiedenen Maßnahmen – entsprechend unseres ‚Handlungsleitfadens Wolf‘ – sind wir aktiv geworden und haben eine Koordinierungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutz-, Jagd-, und Landnutzerverbänden eingesetzt. Wir haben zudem im Doppelhaushalt 2015/2016 rund 200.000 Euro für Projekte zum Herdenschutz für Schäferinnen und Schäfer eingestellt“, sagte Bonde. Unterstützt werde das Projekt „Erarbeitung von Herdenschutzmaßnahmen in der Weidetierhaltung“ des Landesschafzuchtverbandes mit Beteiligung des Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Ausgleichsfonds Wolf

Der Minister sagte weiterhin, dass ein Ausgleichsfonds Wolf zur Abwicklung von Ausgleichszahlungen für vom Wolf verursachte Schäden an Nutztieren von Verbänden eingerichtet worden sei. „Anhand dieser vielfältigen Maßnahmen wird deutlich, dass wir die Schäferinnen und Schäfer bei ihren Herausforderungen unterstützen. Dies kommt den Schäfern im Land ebenso zugute, wie allen Bürgerinnen und Bürger im Land, die den Wunsch nach einer intakten Landschaft haben“, sagte Bonde.